Winterkonzert des Musikvereins „Eintracht“ Obergrombach e.V. am 20.12.2009

Fantastische Welten verzauberten das Publikum

Das Blasorchester des Musikverein Obergrombach beim Winterkonzert am 20.12.2009

Bruchsal – Obergrombach (mr). Eine Reise zum Jupiter, ein Flug in den Süden auf den Schwingen eines Storches, ein Ausflug in die Welt der Computerspiele und in die unerforschte Welt des Schlafes und der Träume begeisterten unter anderem das Publikum beim Winterkonzert des Musikvereins „Eintracht“ Obergrombach in der Turnhalle.

Gleich zu Beginn begrüßte das Schülerorchester mit Jan de Haans „Guns ’n’ Cowboys“ die Gäste und versetzte sie kurzerhand in den wilden Westen, bevor es sie mit den Stücken „Tyrolean Wolfgang” und “Chinamen in Paris“ desselben Komponisten über die Tiroler Alpen mit nach Paris nahm.

Das Jugendorchester setzte die musikalische Reise mit James Swearingens „Island Paradise” fort und entführte die Zuhörer gekonnt mit typisch karibischen Klängen auf eine ferne Insel. Von den karibischen Sandstränden führten die Jungmusiker mit den Stück „Acapulco Moonlight“ ihre Zuhörer ins mexikanische Acapulco, bevor sie sich mit dem fetzigen Medley „James Bond Returns“ von ihrem Publikum verabschiedeten. Dirigent Philipp Zink hatte mit dem Jugendorchester die bekanntesten Melodien aus verschiedenen James-Bond-Filmen nahezu originalgetreu eingeübt.

Das Blasorchester begann seinen Teil der musikalischen Reise mit einem Ausflug ins Weltall: Mit der fröhlichen „Hymne des Jupiter“, die Teil des Satzes „Jupiter“ aus der Orchestersuite „Die Planeten“ von Gustav Holst ist, beamten die Musiker ihr Publikum gefühlvoll auf den größten Planeten unseres Sonnensystems.

Auch Fritz Neuböcks klassische Suite „Fanfare, Aria und Farandole“ begeisterten das Publikum: Die majestätisch-festlichen Klänge der Fanfare, die melodische Aria und die schwungvolle Farandole rissen die Zuhörer mit und bewiesen ein sehr gutes Zusammenspiel von Dirigent und Orchester.

Nach einer kurzen Rast luden die Musiker des Blasorchesters ihr Publikum dazu ein, einen Storch auf seiner Reise in den Süden zu begleiten. Sanfte Flügelschläge, eine Versammlung bei Sonnenuntergang, der Ruf des Südens, aber auch Heimweh nach Deutschland nahmen in Markus Götz „Adebars Reise“ vor dem geistigen Auge der Zuhörer Gestalt an. Dargestellt wurde Adebar durch ein Euphonium, hervorragend gespielt von Alexander Fink.

Tosenden Applaus ernteten die Musiker auch mit dem nächsten Stück, das die Zuhörer in die fantastische Welt der Videospiele entführte. „Suite From Video Games Live Part I“ war der Titel der Suite, in dem die Musiker zu den Melodien von „Halo“ zunächst mächtige Außerirdische besiegten, zu den majestätischen Klängen von „Civilisation IV“ eine Zivilisation regierten und sich schließlich auf die Suche nach verschollenen Freunden in den zauberhaften Melodien von „Kingdom Hearts“ machten.

Viel harmonisches Geschick bewiesen Dirigent Philipp Zink und seine Musiker im Anschluss daran mit „Sleep“, einer modernen Komposition von Eric Whitacre, die den Zuhörer die Gefühle des Einschlafens vermitteln sollte. Fantastische Klangfarben und ausgewogene Akkorde versetzten die Zuhörer in die zauberhafte Welt des Schlafes und der Träume.

Sehr viel lebhafter ging es dann beim darauffolgenden Stück zu, bei dem das Blasorchester seinem Publikum von dem jungen Burschen namens Gulliver und seiner abenteuerlichen Reise aus Jonathan Swifts berühmten Romanen erzählte. Bert Appermonts Komposition „Gulliver’s Travels“ begann in Liliput, den Land der Zwergen, bevor die Musiker mit ihrem Publikum weiter in das Land der Riesen reisten. Von dort ging es in die schwebende Stadt Laputa und nicht zuletzt in das seltsame Land der Pferde, in dem sich die Tiere wie Menschen verhalten.

Von Gullivers abenteuerlichen Reisen ging es weiter in die Welt der nordamerikanischen Ureinwohner: Mit Michael Sweeneys „Quad City Stomp“ präsentierten Dirigent Philipp Zink und seine Musiker dem Publikum mit viel Rhythmusgefühl einen beeindruckenden indianischen Stampftanz. Beim letzten Stück entführten die Musiker ihr Publikum in den Dschungel, wo sie mit Phil Collins „Two worlds“ aus dem Kinderfilm „Tarzan“, den Konflikt, zwischen zwei Welten zu stehen, beschrieben. Schließlich dankte das begeisterte Publikum mit tosendem Applaus für das mit viel Elan und Fingerspitzengefühl einstudierte Konzertprogramm und ließ das Blasorchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne. Zum Schluss spielten das Blasorchester und die Jungmusiker gemeinsam feierliche Weihnachtslieder zum Mitsingen.