Zeltwochenende vom 06. bis 08. Juli 2001 -
Campen im Musikerheim

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich unsere unerschrockenen Jungmusiker am 6. Juli auf in die obergrombacher Wildnis, um dort im Gewann Wannenberg ihre Zelte aufzuschlagen.

Der Zeltplatz war schnell erobert, die Zelte aufgebaut und die Schlafplätze verteilt. Nachdem auch das Lagerfeuer fröhlich vor sich hin loderte, konnte einem gemütlichen Abendessen und einem lauschigen Abend in der idyllischen Natur nichts mehr im Wege stehen - so dachten zumindest unsere unerschrockenen Camper und ignorierten tapfer das kleine dunkle Wölkchen am Himmel. Schon kurz nachdem der Weiße Käs' und die Kartoffeln vertilgt waren, war das kleine dunkle Wölken jedoch nicht mehr allein und schon wenige Sekunden später brach ein gewaltiges Unwetter herein, das selbst für die unerschrockensten Abenteurer unter uns zuviel war. Es regnete in Strömen und der Wind wirbelte alles durcheinander, das nicht niet- und nagelfest war. Der Sturm tobte aus Leibeskräften. Unseren tapferen Kriegern blieb nichts anderes übrig, als ihre sieben Sachen zu packen und die Flucht vor dem tobenden Unwetter zu ergreifen.

Als dann alle wohlbehalten und durchnäßt im sichern Musikerheim angelangt waren und das Überleben unserer tapferen Abenteurer somit wieder gesichert war, amüsierten sich die Kleinen mit Gruselgeschichten, während draußen der Sturm tobte. Auch der darauffolgende Tag mußte wegen des Wetters spontan umorganisiert werden und so führte unser Badeausflug nicht in den Badepark Wörth, sondern ins Hockenheimer Aquadrom, wo uns Wellenbad, Wasserrutschen, Sprudelbad und Salzwasserbecken schnell den Schrecken der Nacht vergessen ließen.

Da jedoch der Wetterbericht für die darauffolgende Nacht keine Besserung versprach, beschlossen die Jugendleiter und Betreuer kurzerhand, mit einem gemeinsamen Abendessen im Musikerheim das Zeltwochenende nach der einen Übernachtung vorzeitig zu beenden. Mit dem eisernen Willen und der Überredungskraft der rund 40 Jungmusiker hatten sie allerdings nicht gerechnet und so überstimmten rund 40 herzerweichend flehende Gesichter die Betreuer, eine weitere Nacht im Musikerheim zu verbringen. Dafür versprachen die Jungmusiker, bei den dadurch anfallenden Küchen- und Aufräumarbeiten auch kräftig mit anzupacken und hatten nicht zuviel versprochen: Noch nie war die Resonanz beim Küchendienst so groß. So kam es, daß am Samstag abend im Musikerheim nochmals fleißig gegrillt wurde. Anschließend amüsierten sich die einen mit lustigen Spielen, die anderen mit gruseligen Geschichten, bei denen jedoch viele durch den anstrengenden Badetag noch vor dem Ende vom Schlaf übermannt wurden und bis heute nicht wissen, worum es in der Geschichte eigentlich ging.

Auch beim Frühstück am nächsten Morgen verblüffte der Eifer und die rege Beteiligung der Jungmusiker am sonst so unbeliebten Küchendienst die Betreuer und wenige Stunden später erstrahlte nach einer großen Putzaktion das Musikerheim im neuen Glanz, so daß das "Zeltwochenende" kurz darauf regulär und diesmal ohne großen Widerstände beendet werden konnte.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die uns dieses Wochenende ermöglicht haben. Ein ganz besonderes Dankeschön auch an Familie Lindenfelser, die uns ihr Grundstück zum Zelten zur Verfügung gestellt hat!

M.R.