Konzertreise von der Ur-welt bis zu Udo Jürgens

Beim Konzert des Obergrombacher Musikvereins "Eintracht" überzeugten alle drei Ensemles

Bruchsal - Obergrombach (neck).

Tosenden Applaus erntete der Musikverein "Eintracht" bei seinem Weihnachtskonzert am Sonntag in der Turnhalle.

Die Schülerkapelle begrüßte mit der "Lost River Ouvertüre" von Donald Josuweit die zahlreich erschienen Gäste und bewies im Anschluß dran mit "The Magic Meadow March" von Donald Josuweit und James Curnows "Thunder Rock", was sie seit ihrer Gründung im September des vergangenen Jahres unter der Leitung von Manuela Lindenfelser bereits alles gelernt hatten.

Gleich darauf beeindruckte die Jugendkapelle unter der Leitung von Lars Kaminski ihre Zuhörer mit Higgins "Ouvertüre on a shaker time" und Millers "Spirit of the wind", bevor sie mit "The Lion King" Walt Disneys König der Löwen vor dem geistigen Auge der Zuhörer zum Leben erweckten.

Nachdem sich die Jungmusiker mit Whitney Houstons Hit "One moment in time" von ihrem Publikum verabschiedet hatte, eröffnete das Blasorchester mit dem Bagleys schwungvollen Konzertmarsch "National Emblem" seinen Teil des Abends. Nach Gottfried Veits teils munterer und lebhaften, teils festlicher und getragenen Konzertouvertüre "Etschland" entführten die rund 60 Musiker ihr Publikum kurzerhand in die Urzeit: "Frösche und Dinosaurier" war der Titel des lustigen Musikstückes für vier Posaunen, zwei Tuben und das Blasorchester, das die längst ausgestorbenen Urtiere wieder zum Leben erweckte. Von der urzeitlichen Tierwelt ging's dann wieder in die Welt der Musik: Mit "Udo Jürgens live" präsentierte das Blasorchester die schönsten Schlager des bekannten Interpreten. "Aber bitte mit Sahne", "Mit 66 Jahren" und "Griechischer Wein" durften dabei natürlich nicht fehlen.

Für den stürmischen Applaus bedankten sich die Musiker mit "Rosamunde", der bekannten Polka von Jaromir Vejvoda, bevor sie die Bühne für die Laienschauspielgruppe des Vereins räumten. "Aphrodites Zimmer" war der Titel des Luststückes in drei Akten, mit denen die Akteure die Lachmuskeln der Zuschauer strapazierten: Nur widerwillig läßt sich der genervte Ehemann Karl nach zwanzig Jahren Ehe auf die zweiten Flitterwochen mit seiner Frau Sabine ein. Als er dann feststellt, daß seine heiratswillige Geliebte im Hotel das benachbarte Zimmer bewohnt, gerät er schon ganz schön in Streß. Doch es kommt noch schlimmer, denn der gerufenen Freund Horst, der die Geliebte zur Abreise bewegen soll, hat ein Verhältnis mit Karls Frau, und als dann auch noch Horsts Gemahlin im Hotel erscheint, ist das Chaos perfekt. Nach einigen Turbulenzen wendet sich dann allerdings doch noch alles zum Guten: Die Ehepaare finden doch wieder zueinander und auch die heiratswillige Geliebte erkennt im Geschäftsführer des Hotels den Mann fürs Leben.

Zum Abschluß ließen die Jugendkapelle und das Blasorchester den gelungenen Konzertabend gemeinsam mit festlichen Weihnachtsliedern zum Mitsingen sanft ausklingen.