Das Blasorchester auf Reisen...

Norwegen 2000

Am 1. Juni versammelten sich um 3.30 Uhr rund 55 verschlafene Gestalten beim Musikerheim, um ihr Gepäck und Instrumente im Bus zu verstauen. Nachdem auch der letzte Teilnehmer wach und eingetroffen war, konnte die Reise gen Norden starten. Über Frankfurt, Hannover und Hamburg erreichten wir Hamstholm im Norden von Dänemark, wo wir enttäuscht feststellen mußten, daß unsere Fähre einige Stunden Verspätung hatte. Also verbrachten wir die Zeit kurzer Hand in verschiedenen Gastlokalen des dänischen Hafens, wo dann einige von uns feststellen mußten, daß die schwedische Währung zwar auch Kronen heißt, in Dänemark jedoch nicht von großem Nutzen ist. Auf der Fähre gingen dann die meisten erst einmal auf Erkundungstour, um die M/S Bergen besser kennenzulernen, während die anderen gleich erschöpft ihre Kabinen oder Schlafsessel in Anspruch nahmen. Schließlich erreichten wir gegen Abend des folgenden Tages den Hafen von Bergen, von dem aus es nicht mehr weit zu unseren norwegischen Freunden war, die uns sofort mit einem Ständchen vor ihrem Musikerheim freudig begrüßten. Den nächsten Tag nutzten wir dann zur Vorbereitung für unser abendliches Konzert im Gemeindezentrum Asatun, das wir mit dem Musikklaag Haukas gemeinsam bestritten. Unsere norwegischen Freunde bewiesenen uns dabei wieder einmal ihr außerordentliches musikalisches Geschick. Den verbleibenden Abend nutzten wir zur Feier des Kameradschaftsabend, bei dem sich unsere norwegischen Freunde wirklich Mühe gegeben hatten. Zwischen live gespielter Tanzmusik warteten musikalische Vorträge auf uns, das reichhaltige Büfett natürlich nicht zu vergessen. Wir nutzten gleich die Gelegenheit, dem befreundeten Verein unser Gastgeschenk zu überreichen: ein holzgeschnitztes Weinfaß mit Inhalt, das sie von nun an immer an diesen Besuch erinnern wird. Am nächsten Tag besuchten wir das Fest der Musikkapelle Bergen-Sandviken, dem norwegischen Partnerverein von Weingarten. In der gemütlichen Atmosphäre des Museumsdorfs "Gamle Bergen" präsentierten wir den norwegischen Festbesuchern echte deutsche Blasmusik, bevor wir uns mit dem Schiff M/S "White Lady" auf zum Angeln machten. Trotz intensiver Bemühungen und einigen erfahrenen Anglern an Bord zogen wir allerdings leider nicht mehr als drei Fische an Land.

Vom sonnigen Angelausflug ging es dann einen Tag später auf in schneebedeckte Gefilde: Der Folgefonn-Gletscher, mit einer Fläche von 212 Quadratkilometern der drittgrößte Gletscher von Norwegen, stand auf dem Programm. Während einige von uns den Gipfel erklommen und dort die weite Aussicht über das Fjordland genossen, testeten die anderen eifrig die 1,5 km lange Rodelbahn.

Auf der Aussichtsplattform des Stahlheim-HotelsDer nächste Tag führte uns dann über Gudvangen, dem Tvinnefoss-Wasserfall und dem Stalheim-Hotel mit seinem herrlichen Aussichtspunkt nach Flam, wo wir mit der weltberühmten Flambahn durch die einzigartige Bergwelt von Flam nach Myrdal fuhren. Auf dieser Strecke wird europaweit der größte Anstieg aller Eisenbahnstrecken, nämlich 865 m Höhe auf 20 km, überwunden. Bei einem kurzen Halt hatten wir Gelegenheit, den 225 m hohen Kjossfoss-Wasserfall zu bewundern.

Nach dem Platzkonzert in BergenDen folgenden Tag verbrachten wir in Bergen, wo wir zunächst vor dem Deutschen Konsulat ein Platzkonzert gaben und im Anschluß daran die Möglichkeit hatten, die Stadt zu besichtigen. Abends mußten wir uns dann schon von unseren norwegischen Freunden verabschieden, was wohl den meisten von uns mehr als nur schwer fiel.Auf der Felskanzel ´Prekestolen´ Pünktlich zur Frühstückszeit trafen wir dann bei der "Prekestolhütte" ein, in der schon ein großes Frühstücksbüffet auf uns wartete. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf die Wanderung zur Felskanzel "Prekestolen", die 700 m über dem Lyseefjord liegt, bevor wir uns zur Weiterfahrt nach Kristiansand zum "Ansgar Sommerhotel" aufmachten, wo wir dann die Nacht verbrachten. Schon in den frühen Morgenstunden ging die Heimreise weiter in Richtung Hafen, von dort ging’S dann mit der Fähre weiter nach Hirtshals in Dänemark. Schließlich kamen wir nach einer langen Busfahrt am Samstag, den 10. Juni zwar erschöpft aber mit vielen wunderschönen Erinnerungen wieder in Obergrombach an.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren - besonders an Heinz Lauber - ohne deren Einsatz diese Reise erst gar nicht möglich gewesen wäre!

MR