Musikverein "Eintracht" Obergrombach e.V.

Muttertagskonzert des Musikvereins "Eintracht" Obergrombach e.V. am 09.05.1999 in der Turnhalle Obergrombach

Am 9. Mai lud der Musikverein "Eintracht" Obergrombach e.V. nicht nur alle Mütter und die, die es noch werden wollen, sondern die gesamte Bevölkerung zu seinem zweiten Muttertagskonzert - das erste fand im Jahre 1996 statt - ein. Gleich zu Beginn eröffnete das Blasorchester unter der Leitung von Lars Kaminski den ersten Teil des Programms mit der feierlichen "Concert Fanfare". Dieses Eröffnungsstück des Komponisten Kees Flak besteht nicht nur aus strahlenden Fanfarenklängen im Blechregister, sondern auch aus einer kantablen Hymne im Mittelteil, die die weichen Instrumente des Orchesters vortrugen.

Die darauf folgende "Rosamunde Ouvertüre", komponierte Franz Schubert im Jahre 1823 zu dem Theaterstück "Rosamunde, Fürstin von Zypern". Das Theaterstück erntete in der damaligen Zeit aufgrund seiner wirren Handlung zwar keinen großen Erfolg, Schuberts Musik hingegen stieß jedoch auf allgemeine Begeisterung. Tohru Takahashi hat die Ouvertüre dieses Stückes für Blasorchester arrangiert. Nachdem so die Zuhörern Rosamundes Welt kennengelernt hatten, versetzte sie das Blasorchester mit dem "Reich der Dolomiten" in die sagenumwobene Bergwelt. Gottfried Veit zeichnet in seinem Tongemälde auf musikalische Weise Rosengärten, Almwiesen, die Urgewalt und Gefahren der Berge und läßt mit einem Zwergentanz Kobolde, Gnome und Wurzelmännchen zum Leben erwachen. Nachdem das Publikum von seinem Ausflug in die Dolomiten zurückgekehrt war, erwarteten die 25 aufgeregte und zappelige Jungmusiker der erst kürzlich gegründeten Schülerkapelle voller Stolz und Lampenfieber ihren ersten öffentlichen Auftritt: Bei Rolf Zuckowskis Potpourri "Lieder, die wie Brücken sind" stellten die Jüngsten des Musikvereins mit musikalischer Unterstützung des Blasorchesters ihre gesanglichen Künste unter Beweis. Mit diesem Stück ist es dem Musikverein gelungen, die Schülerkapelle, die erst im September ihre erste gemeinsame Probe haben wird, für einige Minuten ins Blasorchester zu integrieren.

Gleich nach der Pause unternahm dann das Blasorchester gemeinsam mit den Zuhörern eine Reise in die Welt der Ritter und Burgen: Stephan Jaeggis "Burgfanfaren Mars" erweckte im Geiste zahlreiche sagenumwobene Ritter wie Lanzelot, König Artus, Tristan und andere Helden zum Leben.

Nach dem "Concerto d' amore", dem "Konzert der Liebe", eine Komposition von Jakob de Haan, das aus besonders weichen und runden Melodiefolgen besteht, folgte das Stück "Joseph and the amazing technicolour dreamcoat". In diesem Potpourri hatte Michael Sweeney die schönsten Hits des gleichnamigen Musicals von Andrew Lloyd Webber für Blasorchester arrangiert.

Während das Blasorchester mit "Music" John Miles Liebeshymne an die Musik vortrug, überraschten die Musiker der Schülerkapelle jede Mutter im Saal mit jeweils einer Rose, die sie tags zuvor in liebevoller Handarbeit als Gruß zum Muttertag mit Herzen aus rotem Papier verziert hatten. Als letzter Programmpunkt erinnerte das Blasorchester mit "Hands up" an aus den 70ger und 80ger Jahren bekannte Hits wie "Hands up", "Y.M.C.A." oder "Is this the way to Amarillo", und lud das Publikum ein, kräftig mitzumachen. Manfred Schneider hat diese Hits, die auch heute noch auf diversen Veranstaltungen für gute Stimmung sorgen, für Blasorchester arrangiert. Mit diesem Stück waren die Musiker auch schon am Ende des Konzertprogramms angelangt, doch die Zuhörer ließen nicht zu, daß sich das Blasorchester schon verabschiedete und forderte energisch noch eine Zugabe. Die Musiker ließen sich auch nicht lange bitten und präsentierte den Zuhörern noch kurzer Hand den "Radetzky-Marsch" von Johann Strauß, bevor sie das zweite Muttertagskonzert des Musikvereins, der außer dem 63-Mann starken Blasorchester und der 25-köpfigen Schülerkapelle auch aus einer Jugendkapelle mit 22, einer Seniorenkapelle mit 23 Musikern und nicht zuletzt sechs Nachwuchsmusikern, die sich noch in der theoretischen Ausbildung befinden, besteht, beenden konnte.

MR