Von jungen Preisträgern und Zauberlehrlingen

Beim Jugendkonzert in Obergrombach stellten sich Solisten und der MuKS-Projektchor vor

Bruchsal - Obergrombach (neck). Eine herausragende Darbietung gelang dem Musikverein "Eintracht" mit seinem ungewöhnlichen Jugendkonzert am Sonntag in der bis auf den letzten Platz besetzten Festhalle.

Eröffnet wurde das Konzert von den Preisträgern des Wettbewerbs "Jugend musiziert": Fabian Hardock beeindruckte auf seiner Trompete mit Mozarts "Allegro", während Mareike Weindel J.D. Skroups "Concerto in B" auf ihrem Waldhorn präsentierte. Beide Jungmusiker hatten erst im Frühjahr beim genannten Wettbewerb mit diesen Stücken besonders herausragende Ergebnisse erreicht.

Die Schulbank drücken hieß es dann für den eigens für diesen Auftritt gegründeten Projektchor der Musik- und Kunstschule Bruchsal (MuKS): In der szenisch dargestellten Kantate für Bariton, Chor, Streicher und Basso Continuo lehrte "Der Schulmeister" von Georg Philipp Telemann: "Wer die Musik nicht liebt und ehrt, ist ein Asinus!" Während der Projektchor unter der Leitung von Peter Ribnitzki folgsam in den Schulbänken hockte und für die herausragende szenische Darstellung sorgte, lieferte das Jugendstreich-Orchester "Sinfonietta" der MuKS unter der Leitung von Irene Schultz-Neumann liebevoll und mit viel Gefühl die musikalische Begleitung.

Bevor die Jugendkapelle des Musikvereins ihr Können unter Beweis stellen konnte, war ein weiterer Preisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert" an der Reihe: Ralf Lechner präsentierte sehr flott und rhythmisch das "Concerto in C-Dur" auf seinem Horn, mit dem er im Frühjahr im Regionalwettbewerb einen 1. Rang erreichen konnte.

Unter der Leitung von Lars Kaminski eröffnete anschließend die Jugendkapelle mit Donald Josuwaits "Rock Forever" schwungvoll ihren Teil des Abends. Nachdem die Bläserjugend mit dem Stück "Tropical Fantasie" ihre Zuhörer in den sonnigen Süden versetzt hatte, erwarte die Zuhörer eine ungewöhnliche musikalische Kombination: Die Bläserjugend des Musikvereins und die Streicherjugend "Sinfonietta" vereinigten sich für das Schlussstück zu einem großen Orchester. Für die Musiker bedeutete dies, eng zusammenzurücken, schließlich mussten 55 Musiker auf der Bühne Platz und Raum für sich selbst und ihr Instrument finden.

Mit dem Medley zur Filmmusik "Harry Potter" erzählten dann beide Klangkörper gemeinsam gefühlvoll und beeindruckend die Geschichte des jungen Zauberers Harry Potter, der seine bösen Pflegeeltern verlässt, um in einer Zauberschule das Zaubern zu erlernen. Für den tosenden Applaus dankten beide Klangkörper ihrem begeisterten Publikum mit einer gemeinsamen Zugabe.