Frühjahrskonzert des Musikvereins „Eintracht" am 12. Mai in der Turnhalle Obergrombach

Bruchsal – Obergrombach (neck). Schwebende Zauberer, wohlklingenden Gesang und eine rasante Body-Percussion begeisterten das Publikum beim Frühjahrskonzert des Musikvereins „Eintracht" am Sonntag in der bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle.

In neuer Formation begrüßten die Jüngsten des Musikvereins die Gäste: Zum ersten Mal spielten die Schüler- und die Jugendkapelle bei einem Konzert gemeinsam auf und stellten mit Luigi di Ghisallos „Sun Calypso" ihr Können unter Beweis. Nach Tom Molters schwungvollem „Monster Rock" tauschten die jungen Musiker kurzerhand den Dirigentenstab ihrer musikalischen Leiterin Manuela Lindenfelser in einen funkensprühenden Zauberstab und verzauberten ihre Zuhörer mit John Williams geheimnisvollen Melodien aus dem Kinofilm „Harry Potter". Wie herbeigezaubert schwebte dann auch plötzlich aus einer magischen Nebelwolke heraus der kleine Zauberer auf seinem Besen über die Bühne.

Das Blasorchester eröffnete anschließend mit Hymne und Triumphmarsch aus Verdis 1871 in Kairo uraufgeführter Oper „Aida" seinen Teil des Abends, bevor es mit Shostakovichs ausdrucksvoll vorgetragenen, melodischen Ohrwurm „The second Waltz" die Zuhörer zum Mitschunkeln animierte. Auch die raschen Tempowechsel in Josef Jiskras „Mährischen Skizzen" meisterten die Musiker unter der Leitung von Lars Kaminski mit Bravour.

Mit viel Gefühl erzählten die rund 50 Musiker dann noch einmal die Geschichte des Blumenmädchens Eliza Doolittle, das der Sprachforscher Higgins binnen kurzer Zeit zu einer Lady machen möchte. Manfred Schneider hatte die schönsten Melodien aus dem Musical „My fair Lady" für Blasorchester arrangiert.

Von der träumerischen Welt des Musicals ging es dann auf in die feurige Welt der irischen Tänze: Ronan Hardimans spritziges „Lord of the dance", Titelmelodie der gleichnamigen Tanzshow, brachte mit seinen temperamentvollen irischen Folklore-Melodien nahezu den Boden der Halle zum beben.

Dass man zum Musizieren nicht immer unbedingt ein Instrument braucht, zeigten dann einige Musiker mit Houllifs Body Percussion „Flamenco". Eine Teilformation des Blasorchesters präsentierte dieses eindrucksvolles Rhythmusstück nur mit Einsatz ihrer Beine, Hände und Schenkel und ernteten vom begeisterten Publikum für diese beeindruckende Leistung tosenden Applaus.

Das komplette Blasorchester erinnerte anschließend an die schönsten Hits der Beach Boys. Kurt Gäble hatte unvergessene Melodien wie „Surfin‘ USA", Sloop John B" und „Barbara-Ann" für Blasorchester arrangiert. Als letztes Stück hatten die Musiker eine ganz besondere Überraschung vorbereitet: Zu dem bekannten Hit „I will follow him" aus dem Film „Sister Act" sangen sich sechs begabte Musikerinnen des Musikvereins mit klaren Stimmen und musikalischer Begleitung des Blasorchesters gefühlvoll mitten in die Herzen der Zuhörer. Schließlich bedankten sich die Musiker mit John Phillip Sousas Marsch „Unter dem Sternenbanner" für den tosenden Applaus und verabschiedeten sich von ihrem begeisterten Publikum.