Frühjahrskonzert des Musikvereins "Eintracht" am 20. Mai 2001 in der Turnhalle Obergrombach

Frühjahrskonzert

Bruchsal - Obergrombach (neck). Mit der Ouvertüre zur komischen Oper "Leichte Kavallerie" begrüßte das Blasorchester des Musikvereins "Eintracht" die zahlreich erschienenen Gäste am Sonntag beim Frühjahrskonzert in der Turnhalle.
Gleich zu Beginn bewies Stefan Degen Geschicklichkeit und Können bei Vittorio Montis temperamentvollen ungarischen "Csardas" und beeindruckte mit einem atemberaubenden Tubasolo die Zuhörer.
Nach Singapur versetzten die Musiker ihre Zuhörer dann mit dem nächsten Stück: Unter der Leitung von Lars Kaminski ließ das Blasorchester mit Hardy Mertens "Singapore Experience", das auf drei traditionellen Volksliedern basiert, vor dem geistigen Auge der Zuhörer gekonnt einen chinesischen Löwentanz entstehen.
Mit Alfred Bösendorfers "Kleinen ungarischen Rhapsodie" bewies das Blasorchester, daß es mit diesem Stück beim Wertungsspiel der Karlsruher Blasmusiktage das Prädikat "Mit sehr gutem Erfolg" zu Recht erlagt hatte.
Mit dem bekannten "Florentiener Marsch" von J. Fucik beendete das Blasorchester den ersten Teil und entließ die Zuhörer in eine 15minütige Pause.

Nach der Pause versetzten die rund 50 Musiker ihr Publikum ins heiße Afrika mit der "African Symphonie" von Van McCoy. Um die Wirkung der afrikanischen Rhythmen zu verstärken hatte das Schlagwerk extra Verstärkung erhalten.
Eine ganz besondere Auszeichnung hatte anschließend der Präsident des Karlsruher Blasmusikverbandes Michael Weber zu vergeben: Engelbert Janzer ist nun schon seit 50 Jahren an der Klarinette aktiv und war 30 Jahre lang 2. Vorsitzender des MVOs. Dieses besondere Engagement verdiente die Sonderehrennadel des Deutschen Blasmusikverbandes.
Um das Lied "Am Brunnen vor dem Tore" drehte sich dann alles im folgenden Stück "Der Lindenbaum": Kreid hatte darin die schönsten Variationen von Franz Schuberts Lied für Blasorchester arrangiert. Ein weiteres Highlight stellte gleich darauf das Filmmedley "Hollywood!" dar: Während das Blasorchester gefühlvoll die schönsten Melodien aus bekannten Kinofilmen spielte, bewunderten das Publikum die tollsten Szenen aus den dazugehörigen Filmen auf der Großleinwand. "Die Brück' am Kwai", "Titanic" und "The Blues Brothers" durften dabei natürlich nicht fehlen. Um beim Film zu bleiben ging es auch gleich darauf weiter mit Jeff Waynes "The Eve of the War", der Musik zum Sience-Fiction-Klassiker "Krieg der Welten", der als Vorlage für zahlreiche weitere interplanetarischer Filmstorys diente. Zum Abschluß rief das ca. 50-köpfige Blasorchester mit den Medley "Dschinghis Khan in Concert" noch einmal die Schönsten Melodien der Schlagergruppe ins Gedächtnis zurück.
Für den tosenden Applaus dankten die Musiker ihrem begeisterten Publikum nach dem gelungenen Konzert mit dem italienischen March "Ricciolina", der zu Überraschung der Zuhörer nicht nur aus Blasmusik, sondern auch aus original italienischen Gesangseinlagen bestand.

M.R.