Musikverein "Eintracht" Obergrombach e.V.

Kirchenkonzert des MV Obergrombach

Das Hauptorchester vor dem Altar. Foto: mvo

Bruchsal - Obergrombach (mk). Der Musikverein „Eintracht“ Obergrombach nahm am Sonntag, den 8. Mai 2016 die Kirchenkonzertbesucher in der Pfarrkirche St. Martin mit auf eine „Reise ins Blaue“. Eröffnet wurde das Konzert, passend zu den Räumlichkeiten, mit dem Graduale „Os Justi“ von Anton Bruckner. Die einzelnen Stimmen des eigentlichen Chorwerkes wurden durch die verschieden Instrumentenregister besetzt. Es folgten der „St. Florian Choral“ von Thomas Doss und die „Prelude und Fuge“ von J.S. Bach. Beide Werke waren einst für die steinernen Hallen von Kirchen komponiert und bekamen so ihren gewohnten Klang zurück. Während das Holz beim Choral eine Ruhe und Andacht schuf, kam die „Prelude und Fuge“ schon bewegter daher, wobei das Blasorchester einen orgelähnlichen Klang annahm. Danach ließen sich Musiker und Dirigent Uwe Hirschgänger, getreu dem Motto, auf eine Fahrt ins Blaue ein. Mit „Mountain Wind“ von Martin Scharnagl hatten sie Bergwind im Rücken und landeten so mit „Sedona“ von Steven Reinicke im weitläufigen Wilden Westen, der den Konzertbesuchern, trotz der spätgotischen Mauern der Pfarrkirche, durch schnelle Rhythmen vergegenwärtigt wurde.

Als nächstes folgte „Tir n’a Noir“ von der Gruppe Vamp. Das Lied handelt von Sagen und Legenden im Paradies. Als letztes Stück präsentiere der MVO „Voyage into the blue“ von Nayoa Wada. Dieses Stück war Namensgeber des Mottos. Mit einer langsamen und feierlich anmutenden Einleitung sollte der Aufstieg eines Flugzeugs vor dem geistigen Auge des Konzertbesuchers vermittelt werden. Ein schnellerer Mittelteil, der von den Blechbläsern angeführt und durch eine leichte Melodie der Holzbläser unterbrochen wurde, schmückte den Flug der Maschine nochmals aus. Den Passagieren wurde sodann ein blauer Sternenhimmel vertont vorgetragen bis die Maschine musikalisch im Morgenrot ihre Landebahn wieder erreichte. Nach dem letzten Stück wurden die Musiker von den zahlreich erschienen Gästen mit viel Applaus belohnt und setzte mit der Zugabe „Rise of the Firebird“, ebenfalls von Steven Reineke, einen imposanten Schlusspunkt hinter das gelungene Konzert, das bei allen Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterließ. Auch weil die Musik durch die unvergleichbare Akustik im Gotteshaus eine sakrale und fast schon sphärische Note verliehen bekam.