Musikverein "Eintracht" Obergrombach e.V.

Erstmals Bläserklasse bei Weihnachtskonzert

Die Bläserklasse mit ihrer Dirigentin. Copyright: MVO
Die Jugendkapelle. Copyright: MVO
Die Seniorenkapelle mit einem Solo von Bruno Czemmel. Copyright: MVO

Bruchsal - Obergrombach (kek). Mit einem Novum eröffnete der Musikverein Obergrombach sein Weihnachtskonzert: erstmals trat die „Bläserklasse“ – ein Gemeinschaftsprojekt von Burgschule und MV „Eintracht“ – unter der Leitung von Nicole Reineck öffentlich auf. Andreas Hingst, 1. Vorsitzender des MVO, erläuterte den Besuchern der fast vollbesetzten Turnhalle in Obergrombach, kurz das Projekt: Um die 9-köpfige Projekt-Gruppe auszurüsten, hat der MV Obergrombach 5000 € investiert. Die Eltern entrichten pro Instrument monatlich 10 € Leihgebühr an den Verein. So bleibt das Risiko, dass das Kind das Interesse an der Musik verliert, für die Eltern überschaubar.

Mit dem „Pepe Rally Rock“ unter der Leitung von Bruno Czemmel meldete das Jungendorchester – bestehend aus 14 Mädchen und Jungen – seinen Konzertpart an. Es folgten „Summertime“ aus dem Gershwin-Musical „Porgy and Bess“ und der Beatles-Song „When I’m sixty-four“.
Der Klangkörper wechselt, der Dirigent bleibt: Bruno Czemmel steht auch dem Seniorenorchester der „Eintracht“ vor. Auch eine Besonderheit, die den Musikverein Obergrombach auszeichnet: Das Seniorenorchester besteht seit über 30 Jahren und zählt zurzeit 22 aktive Musiker. Diese legten zuerst den Konzertmarsch „Abel Tasman“ auf, gefolgt von der weltbekannten Ballade „The Rose“. Zum Solo griff hier Bruno Czemmel selbst in die Tasten seiner Klarinette, begleitet auf der Bachtrompete von Ulrich Braunmiller. Mit der Polka „Von Freund zu Freund“ setzten Senioren ihr Programm fort.
In einer Gemeinschaftsaktion vermischte sich das Seniorenorchester mit der Jugendkapelle, und gemeinsam intonierten Alt und Jung Weihnachtslieder zum Mitsingen.

In das „Aktuelle Sportstudio Obergrombach“ lud „Cheftrainer“ Uwe Hirschgänger und präsentierte an den Geräten die „1.Mannschaft“ der „Eintracht“ mit der Erkennungsmelodie der TV-Sportsendung. Schmetternde Trompetenfanfaren sind das tragende Merkmal von „Olympic Fanfare and Theme“, der Olympia-Hymne der Spiel 1984 in Los Angeles. Ursprünglich im Wiener „Prater“ beheimatet, entwickelte sich ab 1923 der „Sportpalastwalzer“ mit seinen gellenden Pfiffen zur Erkennungsmelodie des Berliner 6-Tage-Radrennens schlechthin. In die Bergwelt der Alpen ging es mit „Nordic Fanfare and Hymn“, der offiziellen Hymne der 2005 in Oberstdorf ausgetragenen Ski-Weltmeisterschaften. Hier waren es die dröhnenden Pauken, die auf sich aufmerksam machten. Nach einem Abstecher mit „Kung Fu Fighting“ in das „Reich der Mitte“, stiegen die Musiker mit „Gonna fly now“ aus dem Boxfilm Rocky in den Ring. Danach wandte sich das 45-köpfige MVO-Team dem runden Leder zu und reiste nach Großbritannien, 1996 Ausrichter der Fussball-Europa-Meisterschaften. „Mit Football’s coming home“ kehrte die Welt-Sport-Art Nr. 1 in ihr Mutterland zurück. Nach der Intonierung von „Crossbreed“ und der Zugabe „Guten Abend, gute Nacht“ holte Dirigent Uwe Hirschgänger sein Team von der Bühne.
Sämtliche Programmteile wurden mit viel Beifall belohnt, und das Experiment des MV Obergrombach mit erstmals vier Klangkörpern auf der Bühne gestaltete sich zu keiner Zeit langweilig.

Das Klarinettenregister der Seniorenkapelle. Foto: privat Jugend- und Seniorenkapelle beim Spielen der Weihnachtslieder. Foto: privat Jugend- und Seniorenkapelle beim Spielen der Weihnachtslieder. Foto: privat Das Blasorchester (links). Foto: privat Das Blasorchester (rechts). Foto: privat