Musikverein "Eintracht" Obergrombach e.V.

Mit Filmmusik in die Weihnacht

Ein Rückblick auf das Winterkonzert

Jugend- und Seniorenkapelle beim Winterkonzert 2014. Foto: privat
Das Hauptorchester des MVO beim Winterkonzert 2014. Foto: privat

Bruchsal - Obergrombach (kek). Experiment geglückt: erstmals traten die Seniorenkapelle und die Jugendformation des MV „Eintracht” Obergrombach – beide unter der Stabführung von Bruno Czemmel – beim Weihnachtskonzert am vierten Advent 2014 gemeinsam auf. Mit „Goldfinger” und im „Diamantenfieber” wandelten sie auf den Spuren von James Bond. Zuvor hatte das Jugendorchester mit dem Marsch „Der lustige Winzer” sowie mit dem afrikanischen Zulu-Song „Syahamba” und jamaikanischen Reggae-Klängen das Konzert eröffnet. Gemeinsam intonierten die beiden Klangkörper auch Weihnachtslieder zum Mitsingen.

Unter der Überschrift „In aller Kürze – Filmmusik extrem!” stieg die aktive MVO-Kapelle unter der Leitung von Uwe Hirschgänger in den Melodienreigen ein. Seit 1975 gehört der Märchenfilm „Drei Nüsse für Aschenbrödel” zum festen Weihnachtsritus im deutschen Fernsehen. Die Melodien daraus fanden guten Widerhall in der vollbesetzten Sporthalle, besonders die deutlich heraushörbare Jagdszene und – als Höhepunkt – die Schuhszene. In der von Alexander Reuber verfassten „Trailermusik” wurden spannende Filmmusikmomente auf drei Minuten zusammengefasst. Symphonische Höhepunkte waren aus der Filmmusik zu „Frozen” – einem mit Oscar und Golden Globe ausgezeichneten Märchenfilm – zu hören. Dem Filmthema liegt eine Erzählung von Christian Anderson zugrunde, in der ein kleines Mädchen die Schneekönigin sucht.

Nach der Pause besuchten die MVO-Aktiven den „Wilden Westen”. In 430 Episoden ritten Ben, Hoss, Adam und Little Joe Cartwright in der längsten Westernserie „Bonanza” über die deutschen TV-Bildschirme. Mit Elan untermalten die MV-Aktiven die Szenen auf der „Ponderosa”-Ranch. Mit „Purple Rain” setzte das Blasorchester das von Michael Speck moderierte Konzert fort. Das Stück beschreibt den Aufstieg eines jungen Musikers nach Texten und der Musik des Rockmusikers „Prince”, der zeitweise als Konkurrent von Superstar Michael Jackson angesehen wurde. Ein besonderes Erlebnis für alle Anwesenden war der von der Alt-Saxophonistin Lisa Speck gefühlvoll vorgetragene Soloteil. Mit einem Budget von lediglich 7 Mio. Dollar wurde 1975 von Stephen Spielberg der Sensationsfilm „Der Weiße Hai” gedreht. Der darauf basierende Soundtrack „Jaws” wurde von Peter King arrangiert und vermittelt akustisch die bedrohliche Atmosphäre, der eine US-Kleinstadt durch einen Killerhai ausgesetzt ist. Gleich dreimal (1933, 1976 und 2005) wurde das Thema „King Kong” verfilmt. Das Klangerlebnis spiegelte als Höhepunkt den Kampf des Riesenaffen auf dem Empire State Building mit Flugzeugen der Luftwaffe wider. „King Kong” wurde ebenso wie das folgende Stück „The Blues Brothers Revue” von Jay Bocook arrangiert. In dem 1980 gedrehten Film wirkten US-Größen wie Ray Charles und Aretha Franklin mit. Die Blasmusiker setzten das in Töne um, was die Gebrüder Jack und Andy Blues live auf der Filmbühne zelebrierten. Das Publikum bedankte sich immer wieder mit viel und gern gespendetem Applaus.

In einer Zugabe präsentierte das Orchester in „O Sanctissima” Weihnachtslieder – neu verpackt. Zum abschließenden „Doppelmarsch” teilte Uwe Hirschgänger die rund 80 Musiker aus den beiden Kapellen in zwei Gruppen: auf der Bühne die MV-Aktiven und am Halleneingang die AH. Damit setzten die Musiker den Schlusspunkt unter das gelungene und sehr unterhaltsame Konzert.