Musikverein "Eintracht" Obergrombach e.V.

Von Drachen und keltischen Tänzen - Kirchenkonzert des MVC

Eröffnung des Kirchenkonzerts. Foto: privat

Bruchsal - Obergrombach (mk). Das Kirchenkonzert des Musikvereins „Eintracht” Obergrombach, das am Sonntag, den 25. Mai 2014 um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Obergrombach stattgefunden hat, war ein voller Erfolg. Mit der „Festmusik der Stadt Wien” von Richard Strauß wurde das Konzert wortwörtlich mit „Pauken und Trompeten” eröffnet. Nach einer Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden folgte das Stück „Adagio for Winds” von Markus Götz, das den Kirchenraum mit ruhigeren Tönen füllte. Ein immer wieder kehrendes musikalisches Motiv durchlief die einzelnen Register des Blasorchesters bis es in einem wuchtigen Finale gipfelte.

Als nächstes folgte „New Hampshire Hornpipe” von Dave Grusin. Hier hatte der Holz-Satz des Musikvereins seinen großen Auftritt. Eine leichte tänzerische Melodie zog sich durch das Stück und wurde umrahmt von rhythmischen und flotten Einwürfen des Blechs. Danach wurde es wieder andächtiger mit der irischen Weise „Danny Boy” arrangiert von Warren Barker. Das Lied beschreibt den Abschied von einem geliebten Menschen und die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. Die ersten Takte spielten nur Klarinette, Oboe und Flöte, wodurch eine ruhige Atmosphäre in der Kirche entstand. Dann setzten bald die Tuben ein, gefolgt vom ganzen Orchester. Doch die Ruhe und Andacht vom Beginn des Stückes wurde dadurch kaum gestört.

Darauf folgte das Musikstück „Crith Mhonadh” von Alfred Bösendorfer. Es ist in fünf Teile gegliedert und erzählt von dem schottischen Ort Crimond. Eingeleitet wurde das Stück mit höfischer Musik. Diese wandelte sich zu einem keltischen Tanz, der wiederum in einen Choral überging. Über einen Zeremonienmarsch gipfelte dieses Stück in einem religiösen und feierlichen Epilog.

Auch eine Gospelhymne sollte während eines solchen Konzertes nicht fehlen und so setzten die Musikerinnen und Musiker zu dem Stück „Lead me home” von James L. Hosay an. Auch hier wiederholte sich regelmäßig ein bestimmtes musikalisches Motiv, das zum Ende hin immer hoffnungsvoller erklang.

Das letzte Stück stellte einen aufregenden und beeindruckenden Abschluss des Konzertes dar. „The Saint and the City” von Jacob de Haan erzählt von einer Sage um die niederländische Stadt Zwolle. In deren umliegenden Gewässern soll einst ein Drache gelebt haben, der von den Städtern lebendige Opfer forderte. Nur so konnten die Bewohner von Zwolle den Drachen friedlich stimmen. Eines Tages tauchte aber der Erzengel Michael in Gestalt eines Ritters auf und tötete den Drachen. Das facettenreiche Musikstück ließ die Kirche beben aber auch wieder zur Ruhe kommen. Als der letzte Ton verklungen war, gab es für die Besucher des Konzertes kein halten mehr. Mit „standing ovations” forderten sie eine Zugabe. Der Musikverein unter der Leitung seines Dirigenten Uwe Hirschgänger legte noch ein „Hallelujah” von Leonhard Cohen nach.

Das Konzert hinterließ bei allen Besuchern einen bleibenden Eindruck. Auch weil die Musik durch die unvergleichbare Akustik im Gotteshaus eine sakrale und fast schon sphärische Note verliehen bekam. Der Hausherr Pfarrer Fritz bedankte sich recht herzlich für die musikalische Glanzleistung. Der Eintritt war frei, jedoch wurde um Spenden gebeten, die der Pfarrgemeinde zur Finanzierung der Kirchturmsanierung überlassen wurde. Der Musikverein „Eintracht” bedankt sich recht herzlich bei den zahlreichen Zuhörern, die das Kirchenkonzert besucht haben.

Dirigent Uwe Hirschgänger. Foto: privat Blasorchester nach einem Stück. Foto: privat Blasorchester beim Gruppenbild vor der Kirche. Foto: privat